Sachspenden

Liebe Tierfreunde,

Wir nehmen leider keine Sachspenden mehr an. Grund dafür: Immer mehr werden unangekündigt Waren und Futter vor unseren Betrieben deponiert, welche wir nicht annehmen können oder dürfen. Auch sind unsere Lager sehr klein, oftmals haben wir gar keinen Platz, etwas einzulagern oder aktuell keine Verwendung. Auch die Entsorgungskosten für unbrauchbare Waren und die damit entstehenden Aufwände stehen in keinem Verhältnis mehr zu den Waren die uns wirklich von Nutzen sind.


Wir wissen, dass Tierfreunde sehr gerne persönlich einkaufen und Waren dann vorbeibringen oder vor der Türe deponieren. Auch uns freut das immer riesig. Da die Abgaben jedoch mittlerweilen ein Ausmass angenommen haben, das unsere Kapazitäten übersteigen (Sortierung, Prüfung, Einlagerung, Weitergabe, Entsorgung) mussten wir nun den Entscheid fällen, keine Sachspenden mehr anzunehmen. Wir bitten alle, welche uns helfen wollen, direkt Kontakt aufzunehmen, da wir Ihnen dann sehr gerne mitteilen, was aktuell gerade benötigt wird. Am meisten helfen uns jedoch Geldspenden, da wir regelmässig Spezialfutter und Medikamente einkaufen müssen.

Um unsere Entscheidung näher zu verdeutlichen, listen wir gerne einige der vielen Gründe dazu auf:

  • Die meisten unserer Katzen (vor allem unsere Gnadenhofkatzen) sind schon älter und benötigen Spezialfutter vom Tierarzt
  • Für die meisten unserer Tiere haben wir einen strikten Ernährungsplan, welcher grundlegend für ihre Gesundheit ist
  • Eine Futterumstellung (heute dies morgen das) vertragen die meisten unserer Schützlinge gar nicht und bekommen Durchfall
  • Geöffnetes/Angebrauchtes Futter kann aus Sicherheitsgründen gar nicht angenommen werden
  • Es wurde auch schon 'präpariertes' Futter von Tierhassern mit Gift und Scherben gespickt vor unserer Türe deponiert
  • Bei den regelmässigen Kontrollen des Veterinäramtes in unseren zugelassenen Betrieben würde ein Futterlager mit abgelaufenem Futter berechtigterweise  Grund zu Beanstandung bis hin zu einer Betriebsschliessung bedeuten
  • Wir beherbergen auch Ferientiere, unsere Kunden welche Pension inkl. Futter bezahlen würden sich wundern, wenn wir abgelaufenes Futter anbieten würden


Ein weiteres grosses Thema, das: Mindesthaltbarkeit (MHD):
Nach und nach werden gewisse Nährstoffe im Futter abgebaut. Nach Ablauf des MHD können ernährungsphysiologische Zusatzstoffe wie zum Beispiel Vitamine, unter Umständen nicht mehr in der Menge enthalten sein, wie sie in der Deklaration ausgezeichnet wurden.
Zudem ist die Lagerung, gerade für Futter sehr wichtig. Wenn Futterspenden bei uns ankommen, wissen wir nicht, wie das Futter vorher gelagert wurde. Nur allzu oft finden wir Motten, Milben und Maden in Futterspenden, welche Allergien auslösen, gesundheitsschädigend sind und unbemerkt in unser Futterlager eindringen würden, sofern wir nicht alles genaustens kontrollieren.

Aber sie haben Hunger...
Wir arbeiten auch seit Jahren eng mit anderen Tierschutzvereinen und Tierschutzprojekten zusammen, auch solchen im Ausland. Es ist richtig, wenn eine grosse verwilderte Katzenpopulation durchgefüttert werden muss, dass man froh und dankbar ist, über jede Dose oder jeden Sack, den man kostenlos bekommt. Denn die Kosten für Futterkauf pro Monat bei der Versorgung für unzählige Tieren ist als Privatperson fast nicht zu bewerkstelligen. Nichts desto trotz nützen auch wilden Populationen Futter, das verdorben und gesundheitsschädigend ist, rein gar nichts. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass mit regelmässigen Geldspenden viel mehr geholfen ist, als mit sinnlosem Versenden von schlussendlich unbrauchbaren Sachspenden.

Kontrolle ist das A und O
Ein jeder unserer Tierpfleger ist bestens ausgebildet und bei jeder Fütterung wird jedes Futter auf Geruch, Aussehen und Konsistenz geprüft. Denn auch bei dem besten Futter hat es schon Fälle gegeben, bei welchem wir Fremdkörper (Plastik-, Metallteile, etc.) entdeckt haben, welches während der Produktion in den Verarbeitungsprozess gelangt ist. Fremdkörper können Magen-/Darmperforationen und weitere schlimmere medizinische Folgen haben und tödlich enden.

Gut gemeint, aber wenig geholfen
Auch Sachspenden treffen immer wieder bei uns ein. Kratzbäume, Spielzeug, Decken, Kissen und vieles mehr. Mittlerweilen übersteigen die defekten, zerrissenen, unvollständigen, verschmutzen, verschimmelten Spenden aber die brauchbaren Sachen bei Weitem. Auch da mussten wir nun schweren Herzens den Entschluss fassen, keine Sachspenden mehr direkt zu akzeptieren. Immer wieder erhalten wir völlig verschmutzte Waren, deren Herkunft für uns unbekannt ist und wir nicht risikieren können, dass unsere Katzenpopulation sich mit irgenwelchen Krankheiten und Parasiten ansteckt. Unsere Tiere durchlaufen alle eine Quarantänezeit, bevor sie in die gesunde Population integriert werden. Wir können und wollen bei der grossen Anzahl an Tieren für welche wir die Verantwortung tragen keinerlei Risiko eingehen.


Es sind ja 'nur' Tierheimtiere...
Sehr, sehr traurig ist die folgende Meinung welche wir nur allzu oft zu hören bekommen: 'Nun tun Sie nicht so, sind Sie doch froh, die können das doch ruhig noch fressen/brauchen'. Dem eigenen Tier gäbe man solch Futter/Ware nicht mehr, aber für die Tierheimtiere reicht es noch allemal. Wir als Stiftung sprechen uns in unserer Philosophie klar gegen eine 'Zweiklassengesellschaft' aus. Alle Tiere verdienen dieselbe gute Versorgung und Zuwendung - ohne Unterschied.

Unsere Wegwerfgesellschaft
Als gesamtheitlich denkende Tierschutzstiftung sind wir uns sehr wohl unserer Verantwortung bewusst. Wir versuchen, so nachhaltig wie nur möglich zu arbeiten und verstehen, dass viele Menschen, gerade abgelaufene Futterspenden noch wenigstens bedürftigen Tieren zukommen lassen möchten. Es ist absolut richtig, dass das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) keinen Aufschluss auf die Geniessbarkeit gibt. Im privaten Bereich, wenn genügend Zeit bleibt um alles zu testen (riechen, schmecken, anschauen) sind solche Waren sicherlich nicht schlecht. Aber anerkannte Tierheime mit einer Betriebsbewilligung unterliegen einer strengen Aufsicht und haben auch aufgrund der vielen Schützlinge, welche sie beherbergen eine sehr grosse Verantwortung. Da können wir - so sehr wir es auch bedauern - keine Sachspenden mehr annehmen.

Wir sind unglaublich dankbar, dass wir bei folgenden Institutionen Sach- und Futterspenden bei Bedarf beziehen dürfen, welche vorab von diesen aufwändig kontrolliert, gereinigt und sortiert werden. Alle Tierheime und Organisationen sind sehr dankbar für eine vorherige Anfrage, wenn Sie im Sinn haben, Sachspenden abzugeben:
 

Folgende Tiertafeln sind ebenfalls sehr dankbar für Zuwendungen: